Himmelstrauer
Buch: Gedichte - Erstes BuchSammlung: Haidebilder
Am Himmelsantlitz wandelt ein Gedanke, Die düstre Wolke dort, so bang, so schwer: Wie auf dem Lager sich der Seelenkranke, Wirft sich der Strauch im Winde hin und her. Vom Himmel tönt ein schwermuthmattes Grollen, Die dunkle Wimper blinzet manchesmal, — So blinzen Augen, wenn sie weinen wollen, - Und aus der Wimper zuckt ein schwacher Strahl. Nun schleichen aus dem Moore kühle Schauer Und leise Nebel über's Haideland; Der Himmel ließ, nachsinnend seiner Trauer, Die Sonne lässig fallen aus der Hand.